Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    <xml></xml>„What’s in a hot dog? - Bilingualer Unterricht im Lehr-Lern-Labor Biologie

    Vergleich des Wissenserwerbs einer Klasse mit deutschsprachigem Unterricht mit einer Klasse mit englischsprachigem Unterricht

    Auswertungs-Schwerpunkt:    
    Wissenszuwachs in den Themengebieten DNA, Polymerase-Kettenreaktion und Gelelektrophorese sowie Verständnis der verschiedenen Medien

    Autorin: Evelyn Saal
    Betreuerin: Dr. Sabine Gerstner

    Wie sind die Lernergebnisse von Schüler im Biologieunterricht, wenn dieser auf Englisch stattfindet? Um dieser Frage nachzugehen wurde in Zusammenarbeit mit Christopher Schmitt aus einem bereits bestehenden Kurstag des Lehr-Lern-Labors der Universität Würzburg zum Thema Molekularbiologie und Lebensmittelanalyse ein bilinguales Unterrichtskonzept entwickelt. Dazu gehörte neben der Überarbeitung und Übersetzung des vorhandenen Schülerskripts und der Erstellung eines Einführungsvortrags die Anfertigung eines Vokabelheftchens. Der daraus entstandene Kurstag „What’s in a hot dog?“ / „Was steckt in einem Hotdog?“ wurde anschließend in zwei Oberstufenklassen durchgeführt. Eine Klasse wurde auf Deutsch unterrichtet, die andere auf Englisch. Die Klassen testeten verschiedene Lebensmittelproben (Wiener Würstchen, Hühnchen-Nuggets, Bratwurst und Dönerfleisch) auf deren enthaltene Tierarten. Die Analyse erfolgte mit Hilfe von molekularbiologischen Arbeitsmethoden wie DNA-Isolation, Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Agarose-Gelelekrophorese.

    Dabei ging es nicht nur um den Erwerb von Fachwissen, sondern hauptsächlich um den Einblick in die fachtypischen Arbeitsweisen. Das bedeutete einen erheblichen Anteil an Eigenbeteiligung und selbstständigem Arbeiten der Schüler. So lernten die Schüler beispielsweise den korrekten Umgang mit der Kolbenhubpipette und der Zentrifuge. Zudem verbesserten vor allem die bilingualen Schüler ihre Fähigkeit zur Kommunikation über biologische Inhalte.

    Über einen Vortest wurde festgestellt, welches Vorwissen die beiden Klassen mitbrachten. Dabei wies die Klasse, die auf Deutsch unterrichtet wurde, ein signifikant größeres Vorwissen auf, als die andere Klasse. Der Nachtest diente dazu, im Vergleich mit dem Vortest festzustellen, ob ein Wissenszuwachs stattgefunden hat und ob dieser in den beiden Klassen unterschiedlich war. Die Auswertung mit dem Statistikprogramm SPSS ergab, dass es bei beiden Klassen zu einem Wissenszuwachs kam und dass keine Unterschiede bezüglich des Wissenszuwachses auf Grund der Methode (deutschsprachiger Unterricht vs. englischsprachiger Unterricht) nachweisbar waren. Trotzdem gab es bei der Beantwortung der Fragen zum Teil auffällige Abweichungen zwischen den Klassen. Im Schwerpunkt dieser Arbeit lag die Analyse der Fragen, die sich auf die PCR und Gelelektrophorese bezogen. Zudem wurde der von den Schülern ausgefüllte Evaluationsbogen bezüglich der Bewertung der Präsentation des Unterrichtsstoffes ausgewertet.<xml></xml>

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