Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Fächerübergreifendes Lernen an Stationen am außerschulischen Lernort Wildpark Klaushof

     

    Autorin: Kristina Stärker

    Eingereicht am: 01.04.2009

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    Wie wichtig es ist heimische Wildtiere zu kennen, wird schon dadurch ersichtlich, dass dies in mehreren Themengebieten des Lehrplans für bayerische Grundschulen behandelt wird. In meiner schriftlichen Hausarbeit habe ich mich mit den Wildtieren des Waldes beschäftigt, die in der dritten Jahrgangsstufe behandelt werden. Thema war das „fächerübergreifende Lernen an Stationen am außerschulischen Lernort Wildpark Klaushof“.

    Dabei begann ich im fachwissenschaftlichen Teil Wildparks allgemein und den Wildpark Klaushof im Speziellen sowie die Systematik der Säugetiere und Vögel vorzustellen und die Tiere des Wildparks Klaushof einzuordnen. Genauer wurden danach die Tiere betrachtet, die ich bei dem Unterrichtsgang im Wildpark Klaushof behandelt habe.

    Im Anschluss folgte der didaktische Teil, der sich mit der Theorie des Unterrichts, aber auch mit Unterricht an außerschulischen Lernorten, offenem Unterricht im Allgemeinen sowie dem Lernen an Stationen im Speziellen und dem fächerübergreifenden Unterricht beschäftigte.

    Der dritte Teil der schriftlichen Hausarbeit war die didaktische Analyse, die sich mit den Vorbereitungen des Unterrichts beschäftigte, wozu auch der Unterrichtsgang, den ich mit vier Klassen der dritten Jahrgangsstufe durchführte, gehörte.

    Das Ende der schriftlichen Hausarbeit bildete die statistische Erfassung des kognitiven Lernerfolgs, die mithilfe von Wissenstests erfolgte und deren Ergebnisse sowohl vorgestellt als auch diskutiert wurden.

    Wie erwähnt war ich mit vier Klassen der dritten Jahrgangsstufe aus Bad Kissingen im Wildpark Klaushof. Dort ließ ich die Schüler anhand von Lernstationen fünf Tiere des Waldes (Luchs, Wildkatze, Uhu, Rothirsch und Wildschwein) erarbeiten. Ob es dabei zu einem signifikanten Lernerfolg kam, überprüfte ich mit selbst erstellten Wissenstests (21 Multiple-Choice-Fragen), die ich direkt vor und nach dem Unterrichtsgang sowie sechs Wochen später bearbeiten ließ. Die Fragen waren dabei immer die gleichen, nur die Reihenfolge wurde verändert. Ausgewertet habe ich die Antworten der Schüler mit dem Programm SPSS.

    Dabei kam heraus, dass die Schüler, statistisch gesehen, gelernt haben. Der kurzfristige Lernerfolg (direkt nach dem Unterrichtsgang) war aber nicht so hoch wie erwartet. Das ermittelte durchschnittliche Ergebnis könnte darauf zurückgeführt werden, dass die Schüler sich aufgrund der vielen Eindrücke schlecht konzentrieren konnten oder dass sie aufgrund des außerschulischen Lernorts eher an Freizeit als an Schule erinnert wurden und deshalb eine geringere Lernmotivation hatten.

    Im Behaltenstest (sechs Wochen nach dem Unterrichtsgang) hingegen hätte ich ein niedrigeres Ergebnis erwartet. Das gemessene Ergebnis könnte darauf hinweisen, dass der Lernstoff vor dem Behaltenstest infolge einer anstehenden Prüfung wiederholt wurde.

    Neben diese kognitiven Lernzielen wurden natürlich auch affektive Lernziele verwirklicht und das Arbeiten mit originalen Objekten ermöglicht. Deshalb ist der durchgeführte Unterrichtsgang insgesamt ein lohnender Baustein des HSU-Unterrichts in der Grundschule.

     

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