Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Biosphärenreservat Spreewald: Umweltschutz am außerschulischen Lernort Wiese

     

     

    Autorin: Maria Baddack

    Eingereicht am: 01.04.2009

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    Das Biosphärenreservat Spreewald – wer denkt nicht sofort an die unzähligen Wasserläufe, die mystischen Wälder und die farbenfrohen Wiesen. Schon als Kind faszinierte mich meine Heimat im Herzen Brandenburgs. Das Kennen lernen der unterschiedlichsten Landschaftstypen gehörte zum Alltag. Jede freie Minute verbrachte ich in der Natur, sei es beim Schlittschuhlaufen im Winter auf den Fließgewässern oder bei Radtouren im Sommer durch die unzähligen Wiesen und Wälder. Noch heute beeindrucken mich die verschiedensten Pflanzen sowie Tiere und ihre Anpassungen an die Umwelt. Dieses Interesse und die Zuneigung, welches ich zur Umwelt und speziell zum Spreewald verspüre, möchte ich möglichst vielen Schülern vermitteln. Sie sollen sich in der Natur genauso wohl fühlen, wie ich mich heute.

    Zu Beginn wurden in der Zulassungsarbeit fachwissenschaftlich die Themen Biosphärenreservate, Spreewald und Wiese aufgearbeitet, gefolgt von einem fachdidaktischen Teil, der sich hauptsächlich auf außerschulische Lernorte und offene Unterrichtsformen bezog. Ein dritter Teil analysierte gezielt in Form einer didaktischen Analyse den außerschulischen Lernort Wiese und arbeitete den Themenbereich Tiere der Wiese anhand zweier offener Unterrichtsmethoden für 4. Klassen didaktisch auf (Lernen an Stationen bzw. Gruppenpuzzle). Im letzten Teil wurde mit Hilfe einer statistischen Auswertung ermittelt, ob sich unterschiedliche kognitive Lernerfolge zwischen den differenten Unterrichtsmethoden einstellten.

    Die Unterrichtsstunden wurden in vier Klassen in Brandenburg durchgeführt. Alle 84 Schüler befanden sich in der vierten Jahrgangsstufe und waren somit zwischen neun und elf Jahre alt. 44 Schüler eigneten sich das Wissen mittels Lernen an Stationen an, 40 Schüler durch das Gruppenpuzzle. Bei allen Klassen wurde fünf bis sieben Tage vor der Intervention ein selbst konzipierter kognitiver Vortest aus 20 Multiple Choice durchgeführt, um den Wissenstand der Schüler zu ermitteln. Nach der 90 minütigen Intervention folgte direkt und sechs Wochen später ein weiterer inhaltlich identischer kognitiver Wissenstest. Die Auswertung erfolgte durch das Statistikprogramm SPSS.

    Die statistische Auswertung ergab, dass die Schüler beider Gruppen ihre kognitive Leistung über den gesamten Testzeitpunkt kurz- wie langfristig erhöhten, d.h. beide Methoden erzielten einen ähnlichen und gleichzeitig hohen Lernerfolg.

    Die oben gezeigten Ergebnisse zeigten somit keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden offen Unterrichtsmethoden. In beiden Fällen konnte ein lohnender kognitiver Lernerfolg erzielt werden, was in jedem Fall den erhöhten Aufwand bei der Umsetzung der Unterrichtsinhalte mittels offener Unterrichtsmethoden lohnt. Dass sich dennoch keine signifikanten Unterschiede zeigten, könnte darauf zurückgeführt werden, dass die  Schüler aller Klassen eine besonders hohe Motivation durch eine andere Lehrperson und die offenen Unterrichtsformen aufwiesen. Beim Lernen an Stationen war eine Konzentration der Schüler auf den Unterrichtsinhalt in jedem Fall gewährleistet, da es sich um eine in den Klassen praktizierte Lernmethode handelte. Die Methode des Gruppenpuzzles war etwas Neues für die Kinder. Dass Sie trotzdem nicht schlechter abschnitten, lag vermutlich an der hohen Motivation und dem Interesse an dem Unterrichtsinhalt

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