Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    "Sexualerziehung im Biologieunterricht der 7. Klasse in der Realschule"

    "Empfängnisverhütung als elementarer Bestandteil der Sexualerziehung im Biologieunterricht. Eine Unterrichtskonzeption für Schülerinnen der 7. Klasse an Realschulen."

     

    Autorin: Nina Nellen               

    Eingereicht am: 01.10.2009

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    In dieser Zulassungsarbeit geht es um die Sexualerziehung in der Realschule im Allgemeinen und um das Thema Empfängnisverhütung im Speziellen. Die Aufklärung über die verschiedenen Verhütungsmethoden liegt mir sehr am Herzen. Da ich selbst Produkt unaufgeklärter Eltern bin, weiß ich um die Problematik einer zu frühen Elternschaft.
    Viele Jugendliche haben in ihrer Pubertät sicherlich andere Dinge im Kopf als sich um Verhütung zu kümmern. Die Dringlichkeit das Thema immer wieder zu wiederholen und sich eindringlich damit zu befassen, besteht schon in den frühen Jugendjahren.

    Die Zulassungsarbeit ist in vier Teile aufgebaut. Der erst, fachwissenschaftliche Teil beschäftigt sich mit der Anatomie der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane. Die Synthese der Gameten sowie der Ablauf des Menstruationszyklus werden detailliert beschrieben. Die Aufzählung und Beschreibung der verschiedenen Verhütungsmethoden von den natürlichen, mechanischen, chemischen bis hin zu den hormonellen Methoden schließt die Fachwissenschaft ab. Im anschließenden fachdidaktischen Teil wird neben den Richtzielen des Biologieunterrichts, den fachgemäßen Arbeitsweisen und den Prinzipien des Biologieunterrichts auch die Aufgaben der Sexualerziehung aus Sicht des bayerischen Kultusministeriums und aus Sicht verschiedener Didaktiker dargestellt.
    Die nachfolgende didaktische Analyse befasst sich mit den Lernvoraussetzungen der Schüler. In ihr ist zusätzlich eine ausformulierte Unterrichtssequenz zur Sexualerziehung enthalten. Diese besteht aus sieben einzelnen Stunden, deren Schwerpunkt die Unterrichtsstunde "Empfängnisverhütung" ist.
    Im letzten Teil wurden die Lernerfolge aller Schülerinnen statistisch erfasst und ausgewertet.  Die Unterrichtsstunde "Empfängnisverhütung" wurde in zwei 7. Klassen einer Mädchenrealschule in Würzburg durchgeführt. Die Schülerinnen waren zwischen 11 und 13 Jahre alt. Von den insgesamt 48 Schülerinnen waren 23 Schülerinnen aus der 7a und 25 Schülerinnen aus der 7d. Das Vorwissen der Schülerinnen wurde mittels eines Vortests ca. fünf bis sieben Tage vorher festgehalten. Der Nachtest ermittelte die Lernerfolge unmittelbar nach der Unterrichtsstunde. Um ihren Lernerfolg bzw. die Vergessensrate nach längerer Zeit zu testen wurde ein Behaltenstest, ca. 6 Wochen nach der eigentlichen Stunde abgehalten. Die Tests bestanden aus 20 Multiple choice Fragen, die in allen Tests gleich aber in unterschiedlicher Reihenfolge waren.
    Die statistische Auswertung wurde mittels Statistikprogramm SPSS durchgeführt. Sie ergab, dass bei allen Schülerinnen ein kognitiver Lernzuwachs stattfand. Selbst längerer Zeit nach der Intervention wurden kaum Lerninhalte vergessen. Das lag wahrscheinlich an der hohen Motivation der Schülerinnen bezüglich des Themas.

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