Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie
    Kooperatives Verhalten im Tierreich
    Das Phänomen der Kooperation anhand der einheimischen Rossameise Camponotus ligniperdus an Lernstationen im Lehr-Lern-Labor Biologie erleben
    Autor: Marco Amrhein
    Betreuung: Dr. Sabine Gerstner

    Das Thema „Verhalten“ ist innerhalb der Biologie ein großer Komplex und stellt daher auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen. So befassen sich viele Forscher an Universitäten und Instituten mit der Klärung von verhaltensphysiologischen Phänomenen. Denn obwohl u.a. die Staaten eusozial lebender Insekten schon seit langer Zeit intensiv untersucht werden, sind doch viele Fragestellungen noch immer nicht annähernd geklärt.

    Daher wird auch ein großer Themenkomplex in der Oberstufe dieser Thematik gewidmet, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Verhaltensbiologie zu gewähren. Dabei sind diese Unterrichtsstunden vor allem theoretisch geprägt und die Schüler befinden sich so in einer passiven, starren Lernform. Darum stellt der Bereich „Verhaltensbiologie“ eine gute Möglichkeit zur Anfertigung eines Kurstages im Lehr-Lern-Labor der Didaktik Biologie dar. Hierbei lernen die Schüler zunächst in einem Einführungsvortrag die unterschiedlichen Formen kooperativer Verhaltensweisen in der Natur kennen und erarbeiten schließlich an fünf Stationen einige charakteristische Inhalte eines Ameisenstaates. Da hier auch lebende Tiere im Mittelpunkt stehen, wirkt dies einerseits motivierend und fördert andererseits den Forschungsdrang und das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Fach Biologie. So wurde der ausgearbeitete Kurstag mit einer achtköpfigen Schülergruppe einer 12. Jahrgangsstufe aus einem Gymnasium am fränkischen Untermain Ende September 2011 durchgeführt. Hierfür wurde ein Schülerskript ausgearbeitet, welches die Schülerinnen und Schüler durch den Kurstag führte. Durch einen Vor- und einen Nachtest mit 28 Fragen konnte im Verlauf des Tages ein signifikanter kurzfristiger Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler festgestellt werden.

    Weiterhin sollte mit Hilfe eines Feedback-Bogens das Interesse sowie die Motivation und umfassend die Qualität des Kurstages analysiert werden. Dabei erzielten der Kurstag sowie die einzelnen Stationen durchweg gute Bewertungen der Schülerinnen und Schüler. Es verdeutlichte, dass der Tag im Lern-Lern-Labor der Didaktik Biologie bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auf positive Resonanz stieß. Abschließend wurden die erhaltenen Ergebnisse mit Hilfe von entsprechenden Studien diskutiert.

     

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